In den Transkriptionsansätzen enthalten waren jeweils 20mM Na+- und
8mM Mg2 +-Ionen (vgl. Abschnitt 3.3.4). Um die Reaktion durch die
Komplexierung sämtlicher Mg2 +-Ionen zu stoppen, wurden die Ansätze mit
EDTA versetzt, was keine Auswirkung auf die vorliegenden RNA-Strukturen
hat. Damit sind nur noch die Na+-Ionen als für die Faltung
(Stabilität) der RNA relevante Ionen zu berücksichtigen. Durch das
sofortige Auffüllen der Ansätze nach dem Transkriptionsstopp auf 600
l
mit 0,2x TBE wurden diese um 1:15 verdünnt. Die Na+-Ionen liegen
somit in einer Endkonzentration von 1,3mM vor, was größenordnungsmäßig der
niedrigen Ionenstärke des 0,2x TBE-Puffers (
3mM) während des
Gellaufs entspricht. Unter diesen Niedrigsalzbedingungen wird eine
Veränderung der in den Ansätzen vorliegenden Strukturverteilung drastisch
verzögert, da die TM-Werte der einzelnen Strukturelemente weit oberhalb
von Raum- bzw. Inkubationstemperatur liegen und die
Umlagerungsgeschwindigkeiten verringert sind.