Um die erhaltenen Bakterienkolonien auf positive Klone hin zu untersuchen,
wurden einzelne Kolonien von den LBamp-Platten mit einem
autoklavierten Zahnstocher gepickt und damit 20ml LBamp-Medium
angeimpft. Bei 37
oC wurden die Zellen bis zu einer Dichte von 0,4
A600 auf einem Schüttler (ca. 200rpm) wachsen gelassen. Durch die
Zugabe von Chloramphenicol auf eine Endkonzentration von 170
g/ml
und weitere Inkubation bei 37
oC über Nacht auf dem Schüttler erfolgt die
Amplifikation der Plasmide. Chloramphenicol bindet an die ribosomale
50S Untereinheit und inhibiert die Proteinsynthese, während die
Replikation der Plasmide weiter laufen kann (Sambrook et al., 1989). Die
eigentliche Plasmidpräparation erfolgte mit dem Plasmid Mini Kit(20)
(Qiagen, Hilden). Da es sich bei den aufzureinigenden Plasmiden um
,,low-copy-number``-Plasmide handelte und aufgrund dessen die Anzucht der
Bakterien in 20ml, sprich dem doppelten Volumen, erfolgte, wurden auch die
Volumina der verwendeten Puffer P1-P3 (vgl. Qiagen Plasmid Mini Handbook)
verdoppelt. Am Ende wurde das getrocknete Pellet in 5
l
H2O
autokl. resuspendiert und die Konzentration im
Spektralphotometer (siehe 3.9) bestimmt sowie über ein
0,8 % Agarosegel abgeschätzt. Ein Aliquot jedes der präparierten
Plasmide wurde dann mit BglII und EcoRI restringiert, um mit einer 5 %
PAGE zu kontrollieren, ob die entsprechenden Plasmide ein Insert richtiger
Länge tragen.