Eine Möglichkeit, Einzelstrangbereiche in RNA-Sekundärstrukturen
nachzuweisen, ist die Hybridisierung von kurzen, spezifischen
RNA-Oligonukleotiden gegen diese Strukturen
(Schröder, 1998; Le Cuyter & Crothers, 1994; Uhlenbeck et al., 1970; Weller & Hill, 1992; Pinard et al., 1995). Im
Rahmen dieser Arbeit wurde dieses Verfahren zur Detektion des HPII mit der
Struktursonde 27AB (siehe Tabelle 2.1), die mir freundlicher Weise
von Dr. A. Schröder zur Verfügung gestellt wurde, eingesetzt.
Im Anschluß an in vitro-Transkriptionen (siehe 3.3.4) wurden die
Ansätze auf 500mM NaCl eingestellt, das [
P]-markierte
RNA-Oligonukleotid 27AB in einer Endkonzentration von 4,5nM zupipettiert
(
105-106cpm pro Ansatz) und der Ansatz ad 50
l mit
H2O
autokl. aufgefüllt. Nach Inkubation für 20min bei RT wurden
2
l unmarkierte Sonde (148ng/
l) zugegeben. Der Ansatz wurde
weitere 20min inkubiert und dann 60min gegen 0,2x TBE bei RT auf einem
Schwimmfilter (Type VS 0,025
m; Millipore GmbH, Eschborn) dialysiert.
Die Strukturverteilung wurde über TGGE (siehe 3.5.3) aufgetrennt und
das radioaktiv markierte Oligonukleotid konnte autoradiographisch oder mit
dem Bio-Imaging-System detektiert werden (siehe 3.5.5).